Grüne Lunge überbauen?

Bild: Google Earth

Auf dieser grünen Matte, 8500m² gross, neben und hinter der Dorfkirche gelegen, soll die neue Alterssiedlung der Esther Schüpbach Stiftung gebaut werden. Die bestehenden Gebäude am jetzigen Standort würden abgerissen und durch Wohnungen im oberen Preissegment ersetzt.
Die neuen Gebäude dürfen bis 16 Meter hoch gebaut werden. Damit würden sie, inklusive Dachaufbauten, die Höhe des Kirchendachs erreichen und das historisch wertvolle Ortsbild verschandeln. Besorgte Bürgerinnen und Bürger, der Natur- und Vogelschutzverein NVS und die Grünen Steffisburg wehren sich vehement gegen den Verlust dieser grünen Oase. Die Überbauung würde auch ein Verlust an Lebensqualität im Dorf bedeuten. Die Pfrundmatte mit ihrem grossen Baumbestand sowie vielen einheimischen Sträuchern ist eine Biodiversitätsoase und äusserst wertvoll für das Mikroklima unseres verkehrsgeplagtes Dorfes. Sie ist die grüne Lunge des Oberdorfes und bietet vielen und auch seltenen Vogelarten Lebensraum.

... mit Luxuswohnungen?

Imagery ©2021 Google, Dütschler und Naegeli / Perrinjaquet Geozen, Maxar Technologies, Map data. Einfärbung Overlay Grüne Steffisburg

Niemand hat etwas dagegen, wenn die Gebäude des Altersheims an ihrem heutigen Standort saniert oder erweitert werden. Dass dies problemlos möglich ist, zeigen andere Beispiele von Pflege- und Altersheimen aus der Region. (z.B. Solina, Glockenthal, Berntor) Diese wurden ohne Überbauen von zusätzlichen Grünflächen an die heutigen Anforderungen angepasst. Die Pfrundmatte darf nicht für Luxuswohnungen geopfert werden. Dies widerspricht diametral dem Grundsatz der Gemeinde, günstigen Wohnraum zu schaffen.

Die Animierung (statische Version hier) gibt eine grobe Vorstellung davon, was möglich sein könnte. Rot zeigt Flächen mit gemäss den Höhekoten und Grenzabständen theoretisch möglichen neuen Gebäuden. Solche würden die Gegend dominieren und unzählige Bäume und Hecken zerstören, und mit ihnen den Lebensraum vieler Vögel und anderer Tiere.

Stoppt den Bauboom

Bild: Wikipedia

In Steffisburg gab es von 2006 bis Januar 2021 ein Bevölkerungswachstum von 764 Personen. Das sind 5 Prozent in 15 Jahren. Mit den im Bau befindlichen und den bereits eingezonten Baufeldern, sowie der Ortsplanungsrevision (OPLA), wird sich dies rapide beschleunigen. Sollten sämtliche Projekte realisiert werden, gibt es in den nächsten 15 Jahren zusätzlichen Platz für mehr als 2500 Personen. Verglichen mit der Vorperiode entspricht das einer Zunahme um das über 3-fache. Dadurch verschlimmert sich die zeitweise überlastete Verkehrssituation im Dorf noch mehr.

Ein weiteres grosess Bauprojekt betrifft den Dorfkern Nord «Klosternhang» (Bild unten, Mitte). Auf diesem ca. 9500m² grossen Kulturland, welches sich bereits in einer Zone mit Planungspflicht (ZPP) befindet, sollen Wohnungen im Hochpreissegment mit Gebäudehöhen bis 12 Meter entstehen. Vielleicht sogar solche Bauklötze wie an der Scheidgasse. Wie mit dem Pfrundmatteprojekt würde das Oberdorf mit nochmals mehr Verkehr belastet. Der Verkehrskollaps im Dorf ist vorprogrammiert. Die Mehrheit der Bürger und Bürgerinnen, welche bei den verschiedenen Anlässen zur Ortsplanung mitgewirkt hatten, setzten sich dafür ein, dass Steffisburg nicht weiter wächst und der motorisierte Verkehr nicht weiter zunimmt. Doch mit dieser Ortsplanungrevision passiert genau das Gegenteil. Deshalb sollte der Klosternhang nicht überbaut, sondern zu einer Grünfläche umgezont werden.

Wir sagen NEIN

Die Grünen Steffisburg, andere Ortsparteien, der Natur- und Vogelschutzverein Steffisburg (NVS) wie auch besorgte Bürger und Bürgerinnen haben mit Einsprachen auf die Mängel der Ortsplanung hingewiesen. In der Neuauflage wurde aber nichts verändert, trotz Bekenntnissen des Gemeinderates.

So können wir die Ortsplanungsrevision nicht akzeptieren!

Die Pfrundmatte muss in eine Grünfläche umgezont werden. Es braucht am 13. Februar 2022 ein überzeugtes NEIN an der Urne, um ein Umdenken zu erwirken. Steffisburg ist ein Dorf mit Charakter und Lebensqualität und soll dies auch bleiben!


Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung

Grüne Steffisburg:
Konto AEK BANK 1826
IBAN CH89 0870 4001 4926 9115 1
Vermerk: Spende

Natur- und Vogelschutzverein Steffisburg:
Konto AEK BANK 1826
IBAN CH85 0870 4044 5921 8110 9
Vermerk: Spende

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